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Die Provinz Posen

Die Provinz Posen

 

Die preußische Provinz Posen wurde bis 1793 Großpolen (Wielkopolska) genannt. Diese Region war das historische Zentrum der polnischen Nation im 10.Jh. und war immer eine der reichsten und am besten entwickelten Provinzen Polens.

1793 wurde Groß-Polen als Ergebnis der 2.polnischen Teilung von Preußen übernommen und anfangs in "Südpreußen" umbenannt. Nach 1815 wurde diese Bezeichnung nicht mehr verwendet. Die Provinz wurde nach dem Namen ihrer Hauptstadt Posen (Poznan) in "Provinz Posen" umbenannt. Dieses führt häufig zu Mißverständnissen, da manchmal angenommen wird, die Stadt nicht aber die Provinz sei gemeint.

 

Inzwischen wurde ein neues Projekt gestartet, ein Verzeichnis aller zwischen 1835 bis 1884 in der Provinz Posen geschlossenen Ehen zu erstellen. Ein solches Verzeichnis würde den Nachfahren all derer Auswanderer helfen, die den genauen Herkunftsort ihrer Vorfahren in der Provinz Posen nicht kennen. Wir suchen noch Leute, die an diesem Projekt mitarbeiten oder es auf andere Weise unterstützen möchten. Bitte lesen Sie die Details.

 

Auch vor den Teilungen Polens hatte Groß-Polen einen deutschen Bevölkerungsteil. Als das Gebiet preußisch wurde, erhöhte sich dieser Anteil erheblich. Die meisten der Siedler waren Lutheraner und viele protestantische Gemeinden wurden gegründet. Vor dem 1.Weltkrieg machte die deutsche Bevölkerung ungefähr 35% der Bevölkerung des ganzen Gebiets der Provinz aus. Die Mehrheit von ihnen lebte in den westlichen und nördlichen Kreisen. Der zentrale und südliche Teil der Provinz behielt seinen polnischen und katholischen Charakter.

 

Nachdem Deutschland den 1.Weltkrieg verlor, wurde die Provinz Posen an das wiedergegründete, unabhängige Polen zurückgegeben. Nur eine der westlichen Regionen blieben bei Deutschland. Zusammen mit den westlichen Distrikten des früheren Westpreußens wurden diese Gebiete zur Provinz "Grenzmark Posen-Westpreußen". Diese Provinz bestand bis 1938. Die Mehrheit der deutsch sprechenden Einwohner der polnisch gewordenen Teile Großpolens emigrierte nach der Abtretung (d.h. nach 1920) nach Deutschland.

 

Nach dem 2.Weltkrieg wurden auch die Teile, die früher zur Grenzmark Posen-Westpreußen gehörten, polnisch. Die Deutschen, die dort lebten wurden gezwungen Ihre Heimat zu verlassen. Es siedelten sich dort Polen aus den polnischen Ostgebieten dort an.

 

Die Karte unten zeigt das Gebiet der Provinz Posen am Anfang des 20.Jh. Die Karte zeigt die Bezirksgrenzen und sowohl die deutschen wie polnischen Namen der Kreisstädte. Die Gebietsteile der Provinz, die nach dem 1.Weltkrieg bei Deutschland verblieben, sind gelb eingezeichnet. Die Teile Schlesiens, welche nach 1920 in die Woiwodschaft Posen eingegeliedert wurden sind blau dargestellt.
 

 

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Weiteres Material (auf Englisch):

Veränderungen der Staats- und Verwaltungsgrenzen auf dem Gebiet der Provinz im 19. und 20. Jahrhundert.

Ortsnamen, ihre Veränderungen und Probleme mit der Identifizierung

Geschichte der katholischen und evangelischen Kirchenverwaltung

Genealogische Quellen zur Ahnenforschung in Posen

Kurze genealogische Beschreibung des östlichen Groß-Polens (außer der Zeit der preußischer Herrschaft wurde dieses Gebiet auch von der Stadt Posen verwaltet.

Umfassende Listen der für die Provinz Posen und das östliche Groß-Polen vorhandenen Kirchenbücher und Personenstandregister.

Eine große Karte, welche die Verbreitung der polnischen und deutschen Sprache um 1900 in der Provinz Posen zeigt

Postkarten aus Posen (etwa 1910): Der Dom, Die Burg, and Der Königs-Platz.

Panoramablick auf Posen von der rechten Flußseite der Warthe aus gesehen (F. B. Werner, 1740)

Blick auf Posen (1618)

 


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